Cyberfluch

Von der Freizeitgestaltung bis hin zur Job- oder Partnersuche läuft heute fast alles einfach und schnell über soziale Netzwerke. Doch der Segen kann auch unverhofft zum Fluch werden. Wer allzu sorglos mit seinen Daten umgeht, riskiert, bloßgestellt zu werden. Wie geht man damit um und was kann man dagegen tun?

Musikmäßig erwartet euch diesmal wieder Christopher Dallman. Ihr hört "Mistake".

Rubrik: Einblicke

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Kommentare

  1. Thommen_61 schrieb am

    Ich finde es besser, dass man ausserhalb diskriminierender Strukturen bleibt, als in den Strukturen plötzlich "diskriminiert" zu werden.
    Also: Wem's nicht passt, den hat man auch nicht verdient. Egal ob Arbeitsstelle VOR Antritt, oder Anderes. Wer konsequent sich nicht versteckt, ist im persönlichen Vorteil.
    Klemmschwestern tragen nur zur allgemeinen Vorurteilsbestätigung bei.

  2. Sven schrieb am

    Nun wird's Zeit Jan, ich bin fast aktuell ;-)

    Dem Satz "Wer nichts zu verbergen hat, der muss keine Angst haben, bloß gestellt zu werden" kann ich nur widersprechen und etwas später machst Du es glücklicherweise quasi selbst. Impliziert der Satz doch a) man sei perfekt und machen keine Fehler und/oder b) man steht ungebrochen hinter allen seinen Taten und Aussagen seines Lebens. Das würde letztlich bedeuten, dass jemand sich überhaupt nicht entwickelt. Selbst jemand der als geistig zurückgeblieben gilt, entwickelt sich weiter.
    Ich gebe Dir völlig recht, dass man nicht Herr der Informationen über sich sein kann. Das war man allerdings auch noch nie. Schon früher haben die Leute geredet und zwar nicht mit einem, sondern gerne auch über einen. Das kann in guten wie in bösen Absichten stattfinden.
    Das entscheidende aber bleibt sowohl offline als auch online, im Hörfunk wie in den Printmedien: Welcher Quelle vertraue ich?
    Wenn ich meinen Namen google finde ich viele Informationen, als Lebenslauf sind die sicherlich ganz gut, aber haben will ich die nicht. Es gibt einfach mehr mit meinem Namen und die paar Tröpfchen an Informationen von mir verschwinden darin als wären sie ein Fake.
    Und das ist eben die Frage inwieweit wir der Quelle vertrauen und da ist Internet nicht gleich Internet. Selbst Behörden kann man nicht einfach glauben, die glauben sich ja selber nicht. Mach mal einen Termin zur Kontenklärung bei der Rentenversicherung!
    Ein potentieller Arbeitgeber, der einfach blind im Internet alles glaubt, der geht eh bald pleite.
    Wichtig ist Quellen und auch folgend immer noch die Informationen zu bewerten.

    Zur Frage, warum man Kindern nicht hilft und sie stärker macht gegen Diskriminierung. Ich frage mich immer, warum sich schwule Jugendliche wegen homophoben Mobbing umbringen. Eigentlich dürfte es doch kein Brillenträger oder dickes Kind über die 4. Klasse hinaus schaffen. Die müssten doch alle Reihenweise Selbstmord begehen?!
    Man kann auch argumentieren, dass selbstsichere und reflektierende Menschen gar nicht gewollt sind, weil man dummes Stimmvieh und Konsumentengesocks haben will. Allerdings braucht man auch innovative Geister und Facharbeiter. Darum kann ich diesen Gedankengang nicht für richtig halten.
    Kinder und Jugendliche sind grausam zueinander, sie sehen wie die Welt läuft (Eltern, Schule, Nachbarschaft, Fernsehen, Internet, etc.) und versuchen sich darin einen Platz zu erkämpfen. Dicksein und Brille tragen sind ziemlich schlimm. Wenn Stars aufsteigen sind sie schlank und wechseln zu Kontaktlinsen. Damit anderen Kinder auch wieder diskriminiert werden können. Die Menschen sind eben nicht so individuell wie sie gerne wären, sondern viel uniformer.
    Und hier schließt sich der Kreis und wir sind bei der Selbstverleugnung und der Kontrolle über die eigenen Daten.

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